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Roadtrip Schweiz

5 Tage – 1700 Kilometer – 3000 Bilder

Ich weiß garnicht, wo ich anfangen soll. In der Schule war ich nie der Beste, was Aufsätze schreiben angeht. Trotzdem wollte ich mal sehen, wohin das Ganze führt und wie ich mich so schlage. Aus diesem Grund, schreibt mir gerne eine E-Mail oder eine DM auf Instagram für Feedback und Verbesserungsvorschläge.

Die Schweiz, ein Märchenbuch das Realität wurde!

Übersicht

Zu Beginn würde ich gerne eine kleine Übersicht über den kompletten Trip geben. Gestartet bin ich Sonntag 05:00 Uhr bei mir zu Hause in Dorfen (A). Der erste Stopp war der Seealpsee (B). Am selben Tag ging es weiter nach Grindelwald, wo ich die Nacht verbracht habe (C). Am nächsten Tag ging es mit der Bahn hoch zum Bachalpsee. Nachmittags fuhr ich weiter nach Lauterbrunnen (D). Am Abend bin ich über den Grimselpass und einen kurzen Abstecher zum Furkapass (E), nach Crans-Montana gefahren (F). Am nächsten Morgen ging es weiter nach Ferpeclé (G). Nach einer langen Wanderung fuhr ich nach Täsch, um den Zug nach Zermatt (H) zu nehmen, um dort die Nacht zu verbringen. Der nächste Morgen startete mit einer 4-stündigen Fahrt nach Lavertezzo (J), nach einem dortigen Zwischenstopp ging es weiter nach St. Moritz. Am folgenden Morgen wanderte ich durch das Engadin (K), welches von goldgelben Nadelbäumen überzogen war. Nach einem wunderschönen Vormittag, ging es über Italien wieder nach Hause (L).

Seealpsee

Nach einer 3,5-stündigen Fahrt, inklusive Vignetten kaufen, bin ich gegen 9:00 Uhr am Parkplatz in Wasserauen angekommen. Vom Parkplatz aus, geht es in knackigen 45 Minuten in Richtung des Sees. Ich folgte der Straße, welche mit der Zeit immer steiler wurde. Der Ausblick war jedoch überwältigend! Der Schnee auf den Bergen und darunter die Bäume in allen verschiedenen Farben. Als ich an dem Seealpsee angekommen bin, hing der Nebel noch tief und die Berge im Hintergrund waren von Wolken verhangen. Ich verbrachte den ganzen Vormittag damit, um den See zu wandern und Bilder zu machen. Die Szenerie war einfach atemberaubend. Egal wohin man blickte, Bäume in den verschiedensten Farben, glasklares Wasser in dem sich das Bergpanorama spiegelte und einfach ein Gefühl der Überwältigung. Nachdem ich gegen Nachmittag wieder am Van angekommen bin, machte ich eine kurze Mittagspause und entschloss mich, die Seilbahn zur Ebenalp zu nehmen, um von dortaus zum Berggasthaus Aescher-Wildkirchli zu gehen. Von der Bergstation geht es in 15 Minuten durch eine Höhle und entlang der Felswand zum berühmten Gasthaus. Es war rappel voll und die Leute drängten darauf, einen Platz zu bekommen. Aus der Sicht eines Fotografen, eher ernüchternd, doch der Ausblick und die Gleitschirmflieger waren die Kosten wert. Im Anschluss daran, ging es in einer 3-stündigen Fahrt nach Grindelwald.

Bachalpsee & Lauterbrunnen & Furkapass

In Grindelwald aufgewacht, ging es früh am Morgen mit der Firstbahn zum First hoch. Rund 70 Euro und 25 Minuten später, steht man an der Bergstation und hat einen überwätligenden Blick auf die umliegenden Berge. Vom First geht es dann zu Fuß in rund einer Stunde, mit Fotopausen, zum Bachalpsee. Dort war es wie im Traum! Zwei Bergseen, umgeben von den verschiedenen Gipfeln. Die Spiegelungen im Wasser, der Himmel auf Erden für Landschaftsfotografen. 3 Stunden später, nachdem ich gefühlt 10 mal im Kreis gelaufen bin und alle Objektive im ständigen Wechsel nutzte, hatte ich jeden erdenklichen Bildausschnitt abgelichtet. Am Nachmittag ging es dann zu der Märchenstadt schlechthin, Lauterbrunnen. Im Verhältnis zu den anderen Parkplätzen in der Schweiz, war der Parkplatz an der Kirche relativ günstig. Ziellos bin ich mit meiner Kamera bewaffnet durch den Ort gelaufen. Ich habe nach Bildausschnitten gesucht, welche man nicht tagtäglich auf Instagram und Co. sieht. Aber man muss sagen, der klassische Lauterbrunnen Bildausschnitt ist mit einer der Besten. Ein riesiger Wasserfall in Mitten des Ortes, besser geht es nicht. Im Anschluss ging es über den Grimslpass in Richtung Furkapass. Gut informiert wie ich war, wusste ich nicht, dass der Pass um 18:00 Uhr schließt. Um 17:40 Uhr bin ich an dem berühmten Hotel Belvédère angekommen. Nachdem ich ein paar Bilder gemacht habe, wurde ich von dem Kioskbetreiber darauf hingewiesen, dass ich den Pass wieder verlassen sollte. Also machte ich mich auf den Weg zu meiner nächsten Unterkunft in Fiesch. Dort angekommen, war leider die Rezeption geschlossen und ich musste noch einmal 2 Stunden zu dem nächsten Hostel in Crans-Montana fahren.

Bild zur Werbung für meine Arbeit als Landschaftsfotograf
Bild zur Werbung für meine Arbeit als Landschaftsfotograf

Ferpeclé & Zermatt

Am nächsten Morgen sah ich einen der wunderschönsten Sonnenaufgänge, den ich je gesehen habe. Leider hatte ich meine Kamera im Van liegen lassen. Nach dem Frühstück ging es durch die Weinfeder Richtung Ferpeclé. Aufgrund einer Baustelle, konnte ich nicht bis zum Parkplatz am Fuße des Gletschers fahren. Das hieß, ich musste in La Forclaz parken, die Wanderschuhe schnüren und die nächsten 4 Kilometer zu Fuß absolvieren. Um ehrlich zu sein, das war das Beste, was mir passieren hätte können. Auf meinem Weg sah ich immer wieder ein wunderschönes Bergpanorama mit kleinen Siedlungen und goldgelben Bäumen. Kurz gesagt, mein persönlicher kleiner Traum. Zurück am Van, ging es weiter nach Täsch. Auto im Parkhaus abgestellt, mit der Bahn nach Zermatt gefahren, im Hostel eingecheckt, in mein Zimmer gegangen und den besten Ausblick gesehen, den ich je hatte. Ich konnte einfach nicht genug davon bekommen. Aus diesem Grund habe ich den Abend und die Nacht damit verbracht, Bilder vom Matterhorn, von meinem Fenster aus zu machen. Eine Frage beschäftigte mich jedoch den ganzen Abend hindurch und zwar, ob es mir die 100 Euro wert sind, am nächsten Morgen mit der Gornergrat Bahn zum Rifflsee zu fahren. Kurzgesagt, ich habe mich dagegen entschieden und ging lieber zum Aussichtspunkt in Zermatt. Von dort aus hat man einen atemberaubenden Blick auf das Matterhorn, mit Zermatt im Vordergrund. Einfach der Wahnsinn und kostenlos! Auch wenn Zermatt eine typische Touristenhochburg ist, hat die Stadt es mir einfach angetan. Es ist, als hätte jemand seinen Traum von einer Stadt am Fuße eines Berges in die Wirklichkeit umgesetzt.

Bild zur Werbung für meine Arbeit als Landschaftsfotograf

Lavertezzo & Engadin

Nachdem ich um 11 Uhr vormittags wieder in Täsch angekommen war, wusste ich, dass ein langer Tag hinter dem Lenkrad vor mir liegen wird. Ich wollte nach Sankt Moritz, mit einem kleinen Abstecher in das idyllischen Örtchen Lavertezzo. Vier Stunden lang ging es über den Simplon Pass und durch Italien hindurch nach Lavertezzo. Das Örtchen sieht wirklich so aus, als hätte ein Bildhauer einen kleinen Ort inmitten das Tales erschaffen. Auch wenn ich nur ungefähr 2 Stunden dort war, würde ich so gerne noch einmal zurück und die Gegend ausgiebeger erkunden. Um noch rechtzeitig in Sankt Moritz anzukommen, fuhr ich weiter. Die Dunkelheit brach ein, als ich mich inmitten des Julierpasses befand. Ich muss sagen, für jemanden, der vorher noch nie Bergpässe gefahren ist, sind diese bei Dunkelheit schon ein anderes Erlebnis. Nach 8 Stunden fahren, legte ich mich müde und erschöpft ins Bett. Den Wecker noch vor Sonnenaufgang gestellt, ging es los um die Gegend zu erkunden. Lasst euch eins gesagt sein, Engadin im späten Oktober – mehr Herbststimmung geht nicht! Wohin man blickt – man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Die Bäume erstrahlten in goldgelb, die Berge sahen aus, als wären sie in Puderzucker getaucht und die ganze Landschaft war eine große Leinwand aus Herbstfarben. Engadin Oktober 2021, wir sehen uns wieder!!

Schlusswort

Der initiale Plan war es, eine weitere Woche in Südtirol zu verbringen, um dort weitere Bilder zu machen. Als ich jedoch in Italien angekommen war und ich wieder Mobile Daten bzw. Internet hatte, habe ich mich über die aktuellen COVID 19 Entwicklungen informiert. Nach einigen Rücksprachen, hatte ich beschlossen, mich noch am selben Tag auf den Heimweg zu machen.

Nichtsdestotrotz war der Trip eine Erfahrung, welche ich auf keinen Fall missen wollen würde. 1700 Kilometer, 3000 Bilder und 5 Tage durch die wunderschöne Schweiz. Ein unvergessliches Erlebnis.

Für weitere Bilder könnt ihr gerne auf meine Projektseite “Schweiz” schauen.

Hugs, Michael!

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